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Geschichte

Das Hirschberger Kulturhaus wurde am 21.12.1949 als erster Kulturhausneubau in der DDR eröffnet. Es war ein einmaliges Selbsthilfeprojekt der Lederfabrik und hebt sich damit aus der Vielzahl von Kulturhausbauten, die  vor 1953 zumeist die Sowjetischen Militäradministration veranlaßte, heraus.
Aus dem einstigen Dieselmotorenhaus der Lederfabrik sowie der Küche der Speisebaracke entstand nach Plänen der Werksbauabteilung, ein völlig neues Gebäude. In die Planungsarbeiten waren auch Studenten der Bauhochschule Weimar unter Anleitung von Hermann Henselmann, dem späteren Architekten der Berliner Stalinalle einbezogen.

Begründet wurde die Baumaßnahme als "Umbau des Speisesaales nebst Werkküchenanlage" mit der dringend notwendigen Erweiterung und Modernisierung des Speisesaales und seiner Nebenanlagen. Gleichzeitig sollte das Kulturhaus einer Bevölkerung von etwa 15 Orten mit einer Gesamtzahl von ca. 10.000 Einwohnern als gesellschaftlicher Mittelpunkt dienen.

Die Lederfabrik Hirschberg stellte einen Großteil der Arbeitskräfte selbst, erhielt die Ziegel aus der zur Fabrik gehörenden Ziegelei Blintendorf, die Stahlträger aus der Maxhütte Unterwellenborn und besorgte fehlende Baumaterialien durch Kompensationsgeschäfte mit Leder.

In der unfreiwilligen Abgeschiedenheit des Grenzgebietes mauserte sich das Kulturhaus zur einstigen Kulturstätte der Region. Hier fanden neben politischen Veranstaltungen auch Theateraufführungen, Konzerte, Tanzveranstaltungen und Faschingsfeiern statt.

Kulturhaus Hirschberg außen

Heute ist das Haus in kommunalem Besitz. Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten in den Jahren 1993 bis 1996 und 2002 bis 2009 befindet sich das Gebäude mit allen Funktionsbereichen auf dem neuesten Stand der Technik.

Der Saal bietet Platz für ca. 600 Sitzplätze. Auch eine Galerie mit ca. 180 Sitzplätzen gehört zum Objekt. Für die Künstler steht eine Bühne mit Garderoben-Bereich zur Verfügung.

Vor dem Saal befindet sich ein Foyer mit Bar und Imbiss. Eine Gaderobe kann genutzt werden. Für unsere Gäste ist während der Umbauarbeiten ein Parkplatz entstanden, der auch von gehbehinderten Menschen gut genutzt werden kann, da eine Auffahrt zum Eingangsbereich vorhanden ist.

Die Schalmeienkapelle Hirschberg hat im Untergeschoss ihr Domizil für die Übungsstunden gefunden.

Seit Mai 2008 verfügt das Kulturhaus mit "GEIßER CATERING" über eine gastronomische Versorgung, die auch Großveranstaltungen absichern kann. Kulinarische Themenabende finden von September bis März monatlich statt und erfreuen sich eines regen Zuspruchs.